5. März 2017 TIMAFOTO 0Comment

Würdest Du Dir einen Porsche kaufen und dann nur im ersten Gang fahren? Nein, das Blödsinn? Warum hast Du dann eine Kamera, die Dir Fotos im RAW-Format liefern kann und schießt nur JPG? Das ist das gleiche wie mit dem Porsche! Wir wollen hier nicht alle technischen Einzelheiten erklären und welches Format welche Bittiefe hat. Aber nur mal ein Vergleich, der einen gewissen Unterschied verdeutlicht: einfach dargestellt haben JPG Dateien 256 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal, dagegen hat das RAW-Format über 16.000 Helligkeitsabstufungen! Spätestens jetzt sollte jeder merken, dass das eine Format wesentlich mehr Freiheit bei Bereich der Nachbearbeitung bietet.

JPG hat einen Vorteil: Du kannst das Bild aus der Kamera direkt bei Facebook teilen und die Datenmenge ist wesentlich kleiner als eine RAW-Datei.

Eine RAW-Datei kannst Du niemanden zeigen, weil nur die wenigsten PC diese Dateien einfach so öffnen. Ein einfach gehaltener Vergleich sagt, dass die RAW-Dateien „digitale Negative“ sind, die erst entwickelt werden müssen. D.h. diese Fotos müssen bearbeitet werden. Für viele ist die Vorstellung an die Bildbearbeitung ein Horror, aber in Wirklichkeit ist es die Chance aus einfachen Fotos Meisterwerke zu machen! Und da sind wir wieder bei den Zahlen von oben. Ein JPG hat 256 Helligkeitsabstufungen pro Farbkanal, das RAW über 16.000… und das menschliche Auge? Schon allein deshalb ist es der Kamera nicht möglich einen Sonnenuntergang so darzustellen, wie wir ihn sehen: den tollen Himmel und die Umgebung richtig belichtet… aber in der RAW-Entwicklung ist das kein Problem. Eine RAW-Datei verzeiht auch Fehler bei der Aufnahme des Fotos, wie z.B. der Weißabgleich. Der Weißabgleich kann später wie vieles andere bis zu einem gewissen Punkt qualitätsverlustfrei korrigiert und verändert werden. Sogar einzelne Farben können bereits in der RAW-Entwicklung verändert werden. Die Möglichkeiten sind fast unendlich.

Übrig bleibt die ewige Frage nach dem Bildbearbeitungsprogramm und da gibt es zwei Varianten:

  1. Einmal bezahlen und das Programm nutzen solange Du willst? Dann empfehlen wir eine abgespeckte Photoshop Version -> Photoshop Elements (Link)
  2. Jährliches bezahlen im Abo und immer die neueste Vollversion -> Photoshop CC (Link)
  3. Kostenlose Programme, die nach unserer Erfahrung entweder nur mäßig gut und/oder unübersichtlich und kompliziert sind.

Wer sich ambitioniert mit dem Hobby der Fotografie beschäftigt, der sollte mit dem RAW-Format arbeiten und die Entwicklung dieser Dateien zu tollen Fotos in Angriff nehmen.

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