3. März 2017 TIMAFOTO 0Comment

Diese Frage stellen sich ambitionierte Einsteiger so häufig in Facebookgruppen und jeder, der darauf gesetzmäßig wirkende Einstellung verrät, der ist ein… naja. Niemand kann wissen wie das Licht und die Umstände sein werden, wenn Du Dein Foto machen willst. Also gibt es gar keine (fast) immer gültigen Anhaltspunkte für Einsteiger? Doch! Natürlich ist es am besten und nachhaltigsten, wenn Du die Grundlagen lernst (Link). Aber damit Du erstmal einigermaßen ordentliche Ergebnisse erzielen kannst, die Dich motivieren mehr und tiefer in das Hobby einzusteigen, verraten wir Dir einen Trick: Deine Kamera hat am Moduswahlrad zweierlei Programme: die Motivprogramme und die Kreativprogramme.

Motivprogramme sind die Symbole für den Sportler, die Landschaft, das Portrait, etc., also die Vollautomatiken. Und Die nichts sagenden Buchstaben, das sind die Kreativprogramme, die Halbautomatiken und die manuellen Möglichkeiten. Aber was ist nun der Unterschied? Nehmen wir als Beispiel eine Landschaft die Du fotografieren magst. Also stellst Du Deine Kamera auf den kleinen Berg und drückst ab… das Bild könnte ok sein, vielleicht „rauscht“* es etwas. Die Kamera ist einfach programmiert ein Foto zu machen, bei dem die Schärfentiefe (also die Weite der Schärfe vor und hinter dem Fokuspunkt) möglichst groß ist. Das bedeutet, dass z.B. eine Canon versucht eine Blende von f/9 oder f/10 zu wählen und dabei eine Belichtungszeit von 1/30 nicht zu unterschreiten, damit das Foto verwackelungsfrei aus der Hand gemacht werden kann. Dafür wird die Kamera den ISO-Wert entsprechend der Lichtsituation ggf. erhöhen und abends ist ISO3200 da keine Seltenheit… was dann zum Rauschen führt.
Aber das alles kannst Du auch allein, wenn Du dich mit den Grundlagen und Deiner Kamera beschäftigst! Denn wenn Du einfach Dein Moduswahlrad auf „A“, bzw. „Av“ stellst, dann hast Du die volle Kontrolle und macht ein gutes Bild, weil…

P – die Programmautomatik
Du kannst den ISO-Wert festlegen, die Kamera bestimmt Blende und Belichtungszeit. Ziel der Kamera ist es Dir Einstellungen zu geben, die ein korrekt belichtetes Foto aus der Hand zu lassen… wenn es der von Dir vorgewählte ISO-Wert erlaubt… zaubern kann die Kamera auch nicht.

T / Tv / S – die Zeitvorwahl (T = „Time“)
Die Zeitvorwahl wird auch Blendenautomatik genannt, denn Du kannst eine Belichtungszeit festlegen (und den ISO) und Kamera bestimmt automatisch eine geeignete Blende, um ein korrekt belichtetes Bild zu erstellen.
Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Du Bewegungen oder Wasser „einfrieren“ möchtest.

A / Av  – die Blendenvorwahl (A = „Aperture“)
Die Blendenvorwahl wird auch Zeitautomatik genannt, denn Du kannst eine Blende festlegen (und den ISO) und die Kamera bestimmt automatisch eine geeignete Belichtungszeit, um ein korrekt belichtetes Bild zu erstellen.
Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Du bestimmen willst wie groß die Schärfentiefe ist. Bei einem Portrait wirst Du einen offenere Blende Wählen als bei einer Landschaft, weil die geschlossenere Blende mehr Schärfe im Hintergrund bedeutet.

M – manueller Modus
Wie der Name es sagt, hier stellst Du alles Wert manuell ein – Blende, Belichtungszeit und ISO, alles liegt in Deiner Verantwortung. Dieser Modus setzt ein gewisses Verständnis für das Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und ISO voraus… oder ist der beste Lehrer um dieses Wissen zu bekommen.

Raus aus der Vollautomatik und Motivprogrammen… die braucht kein Mensch!

*“Rauschen“ erklären wir hier -> Blende, Belichtungszeit und ISO

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.